Sporttherapie: Aktive Behandlung mit Bewegung

SporttherapieDie Sporttherapie ist eine aktive Behandlungsform durch gezielte Bewegung. Dabei werden Sportarten oder spezielle Übungen von einem Therapeuten angeleitet und dienen vor allem der Vorbeugung und Rehabilitation von Krankheiten.

Bei der Sporttherapie handelt es sich üblicherweise um eine nichtmedikamentös Therapie, die zur Bewegungstherapie gezählt wird. Durch gezielten Sport können Körperwahrnehmung und Koordination beeinflusst werden. Hier spielen auch soziale und psychische Faktoren eine Rolle.

Die Sporttherapie kann etwa bei Durchblutungsstörungen, Adipositas oder Osteoporose zum Einsatz kommen. (1)

Definition und Unterschied

Sport
Sport im Team

Die Sporttherapie ist ein Teilbereich der Bewegungstherapie und gehört zu den physikalischen Therapien. Sie zeichnet sich durch sportliche Tätigkeiten aus, welche Probleme auf körperlicher, physischer oder sozialer Ebene behandeln will.

In der Prävention wird die Sporttherapie kontrolliert genutzt, denn eine Überanstrengung ist nicht immer gewünscht. Die Effekte des Sport können sich positiv auf mehrere Lebensbereiche auswirken.

Die Sporttherapie ist dabei von herkömmlichem Sport zu unterscheiden, welche meist wettkampforientiert ist oder seinen Fokus auf Leistungssteigerung setzt. Eine Therapie mit Sport ist bei einigen Störungen sogar nicht möglich oder sinnvoll.

Nutzen der Sporttherapie

MuskeltonusDie Sporttherapie kann vielseitig eingesetzt werden und einen umfassenden Nutzen für sämtliche Körperfunktionen haben. Üblicherweise dient sie der Prävention und Rehabilitation bei diversen Störungen.

Die therapeutische Bewegung kann einen ganzheitlichen Effekte auf den Körper haben. Je nach Beschweden und Art der Therapie, kann dabei ein Einfluss auf Muskulatur, Herz-Kreislauf-System, Atemwege, Stütz- und Bewegungsapparat, Stoffwechsel, Hormonsystem, Nervensystem, Immunsystem und Psyche genommen werden.

In der Therapie kann gezielter Sport außerdem bei

helfen. Die Effekte hängen dabei von Intensität, Dauer, Häufigkeit und Art der Muskelbeanspruchung ab. (1)

Kombination mit anderen Therapien

Hydrotherapie
Hydrotherapie mit Wasser

Die Sporttherapie wird häufig mit anderen Therapieformen kombiniert, da sie mit ihren aktiven Konzepten einen sinnvollen Ausgleich zu den passiven Behandlungen bietet. So passt sie etwa zu anderen physikalischen Therapie oder der Physiotherapie.

Laut Kneipp kann die Sporttherapie oder Bewegungstherapie im Allgemeinen das Therapiespektrum aus Ernährungs-, Phyto-, Ordnungs– und Hydrotherapie komplementieren. Auf diese Weise können Effekte vielfältig auf den Organismus erfolgen. (2)

Eine Kombination mit anderen Therapien ist möglich. Als vorbereitende Maßnahme vor dem Sport kann gerade bei Schmerzzuständen von Gelenken oder der Wirbelsäule auch eine Kryotherapie erfolgen.

Kontraindikationen

Herz-Kreislauf
Herz-Kreislauf als Darstellung

Bei einigen Beschwerden wird eine Sporttherapie oder Sport im Allgemeinen nicht oder bedingt verordnet. Dazu gehören etwa

  • endokrine Störungen
  • akute entzündliche Krankheiten
  • Herz- und Kreislauferkrankungen,

welche sich durch gezielten Sport möglicherweise verschlechtern könnten. (3)


Quellenverzeichnis

  1. Volker Schmiedel, Matthias Augustin (2008): Leitfaden Naturheilkunde, 5 Aufl., Urban & Fischer, München, S. 180.
  2. Volker Schmiedel, Matthias Augustin (2008): Leitfaden Naturheilkunde, 5 Aufl., Urban & Fischer, München, S. 172.
  3. Volker Schmiedel, Matthias Augustin (2008): Leitfaden Naturheilkunde, 5 Aufl., Urban & Fischer, München, S. 182.
MZ

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