Gymnastik: Umfassende Bewegungsform zur Kräftigung

Gymnastik
Gymnastik mit Ball

Als Gymnastik wird eine umfassende Bewegungsform bezeichnet, welche den Körper insgesamt zu kräftigen versucht. In der Therapie kann die Gymnastik als aktive Mobilisation dienen und vielfältig zum Einsatz kommen.

Die Bezeichnung Gymnastik leitet sich vom griechischen „gymnós“ für „nackt“ ab und hat ihren Ursprung in der Antike. Charakteristisch für die Gymnastik ist eine ganzkörperliche Bewegung, die auf eine umfassende Vitalität abzielt.

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Im Zuge der Bewegungstherapie kann die Gymnastik als Sportart bei diversen Beschwerden angebracht sein. So wird sie etwa gegen Arthrose oder Durchblutungsstörungen eingesetzt. (1)

Definition und Geschichte

Sport
Sport im Team

Die Gymnastik gilt als ein Teilbereich des Turnens und umfasst ein ganzkörperliches Bewegungkonzept. Dabei steht die Kräftigung des Körpers insgesamt in Fokus. Entstanden ist die Gymnastik bereits im antiken Griechenland.

Bei der Gymnastik handelt es sich um eine aktive Bewegungsform, die viele Bereiche des Körpers beansprucht und fördert. Hilfsmittel sind üblicherweise nicht notwendig, wurden im Laufe der Entwicklung der Gymnastik jedoch genutzt.

In Griechenland galt die Gymnastik als Leibesertüchtigung, die für die Gesundheit des Menschen ebenso notwendig war wie eine gesunde Seele. Dabei wurde der Körper durch verschiedene Disziplinen zur bestmöglichen Form gebracht. Dazu gehörten Speerwurf, Sprung, Schnelllauf, Diskoswerfen und Ringkampf. (2)

In den folgenden Jahrhunderten haben sich weitere Disziplinen entwickelt. Der Fokus auf einen Wettkampf blieb dabei im Allgemeinen bestehen.

Etwa ab den 1950er Jahren wurde die Gymnastik im Zuge der Fitness und später der Körperkultur zum Trend. Heute kann Gymnastik auf unterschiedliche Weise in den Bereichen Sport, Therapie und für individuelle Bedürfnisse genutzt werden.

Arten von Gymnastik in der Therapie

Wassergymnastik
Wassergymnastik mit Schwimmnudeln

In der Therapie spielt die Gymnastik seit langem eine Rolle. Sie kann in den Bereichen Naturheilkunde, Medizin und Therapie zum Einsatz kommen. Als therapeutisches Mittel ist sie vor allem im Zuge der Bewegungstherapie bekannt.

Auch wenn die Gymnastik als allgemein kräftigende Bewegungsmaßnahme für den gesamten Körper gilt, so wird sie aus therapeutischer Sicht für bestimmte Zwecke und gezielt durchgeführt. Dabei können verschiedene Formen der Gymnastik unterschieden werden.

Bekannte Gymnastik-Arten

Bei der Wassergymnastik werden Bewegungen in einem Wasserbecken durchgeführt. Die Patienten stehen etwa schultertief im Wasser und nutzen das verminderte Körpergewicht sowie die erhöhte Beweglichkeit für Dehn– und Kraftübungen.

Bei der Rückenschule wird durch diverse Körperpositionen und Übungen speziell die Wirbelsäule und die Partie vom Rumpf bis zum Hals beansprucht und gestärkt. Hilfsmittel wie Therapie-Bänder, Gymnastikbälle oder Balance-Kissen sind üblich.

Bei der Sporttherapie wird der Körper in Bezug auf sportliche Leistungen vor allem an Gelenken, Bändern und Muskeln behandelt. Diese Therapieform schließt neben gezielter Gymnastik auch andere Formen wie etwa Massagen oder Wärmebehandlungen ein.

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Bei der Physiotherapie (Krankengymnastik) wird der Körper durch individuelle Behandlungen auf körperlicher Ebene stimuliert. Störungen am Bewegungsapparat können nicht nur mit Gymnastik, sondern auch mit passiven oder physikalischen Reizen etwa durch Bäder der Massagen behandelt werden.

Gymnastik ähnliche Bewegungskonzepte

Yoga
Yoga auf einer Matte

Während die Gymnastik vielseitig und ganzheitlich den Körper trainiert, gibt es andere ganzkörperliche Bewegungskonzepte mit gewissem Fokus.

Pilates setzt seinen Schwerpunkt auf ein starkes Körperzentrum und trainiert vor allem die Bauch-, Becken- und Rückenmuskeln.

Yoga setzt seinen Schwerpunkt auf Meditation, Elastizität, Beweglichkeit und innere Ruhe, wobei viele Dehn- und Kraftübungen üblich sind.

Tai Chi Chuan setzt seinen Schwerpunkt auf die präzise Ausführung von Körperhaltungen und trainiert vor allem die Balance und Beweglichkeit.

Nutzen von Gymnastik

Balance
Balance mit dem Körper

Gymnastik kann in vielfacher Weise nützlich sein und wird in den verschiedensten Therapieformen verwendet. Der primäre Nutzen liegt noch immer in der ursprünglichen Auffassung von Gymnasik aus der Antike. Das Bewegungskonzept kann aber auch bei bestimmten Störungen unterstützen.

Im Allgemeinen dient die Gymnastik der vollständigen Kräftigung des Körpers und der damit verbundenen Fähigkeiten. Die Übungen sind meist nicht einseitig und beanspruchen daher Muskeln, Gelenke und Bänder gleichermaßen. Im Zuge der Bewegungstherapie werden dabei

trainiert. (3)

So kann die Gymnastik als Prävention zur Gesunderhaltung der Körperfunktionen genutzt werden oder auch therapiebegleitend bei Beschwerden des Bewegungssystems.

Wirkungsspektrum

Arthrose
Arthrose an der Hüfte

In der Therapie kann eine gezielte Gymnastik bei vielerlei Beschwerden zum Einsatz kommen. Gerade im Zuge der Sporttherapie wird Gymnastik bei

als wirkungsvolle Sportart verordnet. (1)

Unterschiede zu anderen Therapieformen

Schlingentherapie
Schlingentherapie am Arm

Die Gymnastik ist in der Therapie vor allem eine aktive Bewegungsform und somit von anderen passiven Formen wie der Schlingentherapie oder der Massage-Therapie zu unterscheiden. Dabei erfolgt die Stimulation nicht aus eigener Tätigkeit des Patienten.

Gymnastische Übungen können in vielen Therapieformen vorkommen, da es sich meist um allgemeine Übungen der Beweglichkeit und Fitness handelt. Je nach Beschwerden oder Störungen kann sich der Patient jedoch kaum oder nur eingeschränkt bewegen.

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Passive Muskelstimulationen durch gezielte Massagen oder mit Hilfe eines Schlingentisches können ebenfalls sinnvoll und notwendig sein. Im weiteren Therapieverlauf kann bei Bedarf auch Gymnastik dazukommen und von der Rehabilitation in die Mobilität begleiten.


Quellenverzeichnis

  1. Volker Schmiedel, Matthias Augustin (2008): Leitfaden Naturheilkunde, 5 Aufl., Urban & Fischer, München, S. 180ff.
  2. Wikipedia.org: Gymnastik, abgerufen am 16. November 2015.
  3. Volker Schmiedel, Matthias Augustin (2008): Leitfaden Naturheilkunde, 5 Aufl., Urban & Fischer, München, S. 175ff.
MZ

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