Funktionstraining: Bewegungsmethode aus der Therapie

Funktionstraining
Funktionstraining auf der Matte

Das Funktionstraining ist eine Bewegungsmethode aus der Therapie. Es kann das Muskel- und Gleichgewichtssystem des Körpers stimulieren. Alternativ ist die Methode auch als Funktionelles Training bekannt.

Mit dem Funktionstraining kann der Übende durch diverse Bewegungen auf seine Kraft, Balance oder Ausdauer Einfluss nehmen. Dabei werden mehrere Bereiche wie Gelenke, Muskeln und die Nervenleitung gleichzeitig trainiert. Dies entspricht meist den natürlichen Körperabläufen.

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Als Funktionstraining können beispielsweise das Schlingentraining oder die Übungen mit Therapie-Bändern bezeichnet werden.

Verwendung und Nutzen

Balance-Training
Balance-Training mit Stab

Das Funktionstraining wird heutzutage sowohl im Therapiebereich wie auch im Sport und der privaten Fitness verwendet. Üblicherweise werden viele verschiedene Übungen durchgeführt, die mehrere Effekte auf den Körper haben können.

Im Allgemeinen dient das Funktionstraining der Stärkung von Muskeln und Gelenken sowie einer gesamten Verbesserung von Körperkraft, Gleichgewicht, Ausdauer und Beweglichkeit. Dies wird vor allem durch Bewegungsabläufe versucht, welche Balance und Muskelkraft gleichsam fordern.

In der Rehabilitation wurde das Funktionstraining durch seine umfassende Beanspruchung von mehreren Muskeln bekannt. So kann es bei der Therapie zum Wiederaufbau der Muskulatur oder einer Festigung des Bewegungsapparates und der Körperhaltung genutzt werden.

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Im privaten Bereich sowie im Leistungssport dient das Funktionstraining häufig zur Ergänzung oder Optimierung des Trainings für eine allgemeine körperliche Fitness.

Unterschied zu anderen Trainingsarten

BodybuilderDas Funktionstraining kann als vielseitiges und umfassendes Körpertraining bezeichnet werden, da es sich nicht nur auf den Muskelaufbau oder die Beweglichkeit der Gelenke fokussiert. Die Funktionen, welche an Bewegungsabläufen beteiligt sind, stehen im Vordergrund und nicht einzelne Muskeln.

Im Gegensatz zum Krafttraining, werden beim Funktionstraining mehrere gelenknahe Muskelgruppen trainiert und weniger die großen Muskeln. Damit sind Muskelwachstum oder Muskelkraft auch nicht die primären Ziele des Trainings.

Auf der anderen Seite ist es sinnvoll das Funktionstraining angeleitet von einem Trainer oder Therapeuten zu erlernen. Dies ermöglicht es, die Übungen in den angemessenen Körperhaltungen durchzuführen und Haltungsschäden zu vermeiden.

Arten und Hilfsmittel beim Funktionstraining

Schmerzbehandlung
Schmerzbehandlung mit Bändern

Es gibt verschiedene Arten und Methoden des Funktionstrainings. Hilfsmittel sind prinzipiell nicht nötig, dennoch kommen sie zum Einsatz für ein größeres Bewegungsspektrum.

Zum Einsatz kommen vor allem Geräte, welche das Gleichgewicht oder die Muskeln beanspruchen.

Schlingentraining als besondere Art

Schlingentrainer von Physioloop
Schlingentrainer von Physioloop mi FloorLine

Eine bekannte Methode oder Art des Funktionstrainings ist das Schlingentraining. Hierbei hält sich der Übende an einer freihängenden Schlaufe (Schlingentrainer) fest und trainiert mit seinem eigenen Körpergewicht und der Balancefähigkeit.

Alternativ wird auch ein Schlingentisch für passive Übungen ohne eigene Anstrengung genutzt. Einzelne Teile oder der gesamte Körper werden dabei in den Schlaufen aufgehangen. Dabei leisten die gelenknahen Muskeln ebenfalls Ausgleichskontraktionen und stärken die Gelenke.

Geräte und Hilfsmittel

Für Übungen im Stehen oder Liegen können zudem Geräte wie

genutzt werden. Gerade Hanteln und Latexbänder lassen sich in Kombination mit Koordinations- und Gleichgewichtsübungen nutzen.

MZ

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