Trance: Zustand zwischen Wachen und Schlafen

Die Trance wird durch den Therapeuten eingeleitet.Trance beschreibt einen Zustand zwischen Wachen und Schlafen. In diesem Bewusstseinszustand ist die Aufmerksamkeit begrenzt und die Bewusstseinskontrolle eingeschränkt. Trance ist also ein Sonderzustand, der mit Bewusstseinszuständen wie Koma, Narkose oder Schlaf verglichen werden kann.

Im Trancezustand wendet der Betroffene seine Aufmerksamkeit von der Außenwelt um sich herum ab und fokussiert sich auf die Vorgänge in seinem Unterbewusstsein. (1) Aus diesem Grund wird insbesondere von Psychologen der Trancezustand bei ihren Patienten im Rahmen der Therapie oft bewusst eingesetzt. (2)

Unterschiede zwischen Trance und anderen Bewusstseinszuständen

Beim Begriff der Trance handelt es sich um einen Sammelbegriff. Unter diesem werden veränderte Bewusstseinszustände zusammengefasst, die mit einem intensiven mentalen Erleben verbunden sind.

Vom normalen Wachbewusstsein unterscheidet sich die Trance dadurch, dass die Betroffenen tief entspannt sind, während ihr logisch-reflektierendes Denken ausgeschaltet ist. In diesem Zustand sind sie jedoch in der Lage, ihre Aufmerksamkeit voll und ganz auf einen bestimmten Vorgang zu konzentrieren. (3)

Nachweisen lässt sich der Zustand der Trance durch ein EEG, mit dem Hirnströme gemessen werden. Im Alltagszustand bewegen sich die menschlichen Hirnströme in einem Bereich zwischen 13 Hertz und 21 Hertz. Im Bewusstseinszustand der Trance bewegen sich die Hirnströme in einer Spanne von 0,4 bis 3 Hertz. (4)

Das Pendel erleichtert das erreichen der Trance.Möglichkeiten zur Auslösung der Trance

Eine Trance lässt sich auf verschiedene Arten auslösen:

  • Selbsthypnose
  • schamanische Techniken
  • durch Fremd-Suggestion, also Hypnose
  • Drogen wie etwa Haschisch oder Heroin
  • visuelle Vorstellungen in einem Tagtraum

Die Hypnose wird in der Therapie genutzt. In der hypnotischen Trance erreichen die Betroffenen einen Zustand tiefer Entspannung, gleichzeitig sind sie wach. Der Hypnotisierte kann sich willentlich bewegen und zusammenhängende Sätze sprechen. Die Aufmerksamkeit der Betroffenen ist unter Hypnose aber stark eingeschränkt und richtet sich nur auf wenige Inhalte aus.

In der Hypnosetherapie gibt es verschiedene Trance-Stadien: Das Ich-Bewusstsein des Hypnotisierten ist in einem leichten bis mittleren Stadium noch wach, in der Tieftrance dagegen aufgehoben. Der Übergang vom Wachzustand in die diversen Trance-Zustände kann also fließend sein. (3)

Einsatzmöglichkeiten

Trance kann Schmerzen während der Schwangerschaft lindern.Etwa 25 bis 32 Menschen in Deutschland leiden unter einer psychosomatischen Krankheit. Bei diesen Krankheiten lässt sich keine organische Ursache für die Beschwerden finden. In vielen Fällen dauert es sehr lange, bis eine derartige Störung als solche erkannt wird. So haben nicht wenige Patienten eine Vielzahl von Arztbesuchen hinter sich, bevor überhaupt eine tragfähige Hypnose gestellt wurde. Zu den häufigsten psychosomatischen Störungen gehören:

  • Ängste
  • Depressionen
  • Panikattacken
  • Suchterkrankungen
  • Schwindelsymptome
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt
  • Beschwerden im Herz-Kreislaufsystem

Erst in jüngerer Zeit hat sich herausgestellt, dass sich diese Beschwerden effektiv durch eine Hypnotherapie heilen lassen.

Das Ziel der Therapie besteht in den meisten Fällen in einer Änderung des Sozialverhaltens, sowie der Reduzierung von Ängsten und Phobien. Doch auch zahlreiche weitere Probleme wie der Abbau von Versagens- oder Schuldgefühlen lassen sich durch eine therapeutisch eingeleitete Trance gut behandeln. (2)

Trance-Zustand und Missverständnisse

Keinesfalls lässt sich die hypnotisch indizierte Trance mit Schlaf vergleichen. Vergleichbar ist der Trance-Zustand eher mit dem Zustand beim Einschlafen oder Aufwachen. Alles wirklich wichtige bekommen die Hypnotisieren auch in tiefen Trancezuständen mit, ebenso alles, was um sie herum geschieht. Genau darin besteht das Ziel der therapeutisch hervorgerufenen Trance: Die Patienten sollen lernen störende Gedanken oder Einflüsse von außen auszublenden und sich auf ihr inneres Erleben zu konzentrieren.

Keinesfalls verliert der Hypnotisierte die bewusste Kontrolle oder macht etwas, das seiner Ethik, Moral oder Überzeugung widerspricht. Gibt der Hypnotiseur dem Patienten in Trance einen Befehl, der gegen dessen Überzeugung ist, wacht er entweder aus der Trance auf oder er ignoriert den Befehl. (2)

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Hypnosetherapie ist das aktive Mitwirken der Betroffenen. Dieser muss Vertrauen zu seinem Therapeuten haben und mit ihm kooperieren. Denn nur wenn die Betroffenen die Bereitschaft dazu haben und ihrem Therapeuten vertrauen, kann dieser sie auch in Trance versetzen.


Quellenverzeichnis

  1. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik, Trance, http://lexikon.stangl.eu/5325/trance/, abgerufen am 26. Oktober 2017.
  2. Facharztpraxis Duale Medizin Akademische Lehrpraxis der Universität Berlin, Wach-Trance-Therapie, http://www.medicus-today.com/Wach-Trance-Therapie/, abgerufen am 26. Oktober 2017.
  3. Wikipedia, Trance, https://de.wikipedia.org/wiki/Trance#Therapeutische_Trance, abgerufen am 26. Oktober 2017.
  4. Wikipedia, Bewusstseinszustände, https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstseinszustand, abgerufen am 27. Oktober 2017.

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