Torf: Organische Substanz aus Mooren

Torf
Eine Frau badet in Torf

Als Torf wird eine organische Substanz aus feuchten Moorgebieten bezeichnet. Es entsteht beim Zersetzungsprozess von Pflanzenteilen unter Sauerstoffmangel. Torf wird manchmal auch Moor genannt.

Torf bildet sich in Moorgebieten wie Niedermooren oder Hochmooren. Der Nährstoffgehalt von Niedermooren ist dabei deutlich höher. Der heutztage verwendete Torf zu Heilzwecken stammt häufig aus Niedermooren wie etwa bei Bad Aibling (Bayern).

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Torf wird heute überwiegend in Form von Moorpackungen oder Moorstempel-Massagen im Wellnessbereich sowie in Heilbädern verwendet. Seine hohe Wärmespeicherung kann bei diversen Beschwerden Linderung verschaffen.

Eigenschaften

Moorbad
Eine Frau nimmt ein Moorbad

Frischer Torf ist in der Regel von fester und erdiger Konsistenz. Er weist einen organischen Bestandteil von mindestens 30 Prozent auf. Wenn weniger organische Substanz enthalten ist, dann wird die Erde als Feuchthumus bezeichnet.

Durch die halbzersetzten Pflanzenreste kann Torf faserig sein. So wird er zur weiteren Verarbeitung häufig noch zerkleinert.

Eine bedeutende Eigenschaft von Torf ist außerdem die hohe Wärmespeicherung. Insbesondere angefeuchteter Torf kann bei hohen Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius auf die Haut gegeben werden. Zudem wird die Wärme nur langsam und beständig abgegeben. (1)

Verwendung

Moorpackung
Moorpackung auf der Rückseite einer Frau

Torf wird heute überwiegend für den Wellness– und Therapiebereich genutzt. Dort kommt er als reines Naturmaterial, meist mit Wasser vermischt, zum Einsatz.

Übliche Anwendungen mit Tof sind

Der Torf wird für diese Anwendungen in der Regel auf über 40 °C erhitzt.

Ursprünglich wurde getrockneter Torf als Brennstoff genutzt.

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Quellenverzeichnis

  1. J. Kleinschmidt, J. Dietrich (2003): Deutscher Bäderkalender, Aufl. 2003, Flöttmann-Verlag, Güterslohe.
MZ

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