Schwitzkur: Heilbehandlung bei Erkältungen durch Wärmeeinwirkung

Schwitzkur bei ErkältungEine Schwitzkur bezeichnet eine Heilbehandlung mithilfe von Wärme.

Typischerweise wird das gezielte Schwitzen im Rahmen einer Erkältung angewendet. (1)

Aufgrund des Schwitzen sollen die Abwehrkräfte aktiviert werden.

Die Schwitzkur kann über ein heißes Bad oder über heißen Tee eingeleitet werden. (2)

Hilfsmittel für eine Schwitzkur

Fichtennadeln für SchwitzkurUm das Schwitzen einzuleiten, eignet sich ein heißes Bad, welches auf Wunsch zusätzlich mit Fichtennadel- oder Thymianöl versetzt werden kann.

Alternativ oder zusätzlich zum Bad ist ein heißer Teeaufguss sinnvoll.

Als Tee, der das Schwitzen fördern sollen, eignen sich Lindenblüten – oder ein Mix aus Lindenblüten, Holunderblüten und Kamille.

Zusätzlich können auch Königskerzenblüten zur Zubereitung eines schweißtreibenden Tees genutzt werden.

Dafür werden je 20 Gramm Tee mit aufgekochtem Wasser überbrüht und ein paar Minuten ziehen gelassen.

Für Kinder hat sich ein Tee aus 70 Gramm Lindenblüten, 15 Gramm Pfefferminzblättern, 10 Gramm Mädesüßblüten und 5 Gramm Pomeranzenschalen bewährt.

Für eine Tasse des kindgerechtes Tee-Mixes wird 1 Esslöffel mit kochendem Wasser übergossen und 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen. (2)

Anwendung der schweißfördernden Kur

Ruhephase bei SchwitzkurDie Schweißproduktion ist gegen späten Nachmittag am intensivsten. Daher wird die Durchführung in der zweiten Tageshälfte empfohlen.

Der schweißtreibende Tee sollte möglichst heiß in kleinen Schlücken getrunken werden.

Im Anschluss an das heiße Bad bzw. den heißen Tee folgt eine Ruhephase von mindestens 30 Minuten.

Vor der Entspannung wird der Körper ganz warm eingewickelt und zugedeckt, um das Schwitzen zu fördern.

Im Anschluss wird der Körper abgetrocknet. Zusätzlich sollte die Bettwäsche gewechselt werden.

Danach ist eine ausgiebige Erholung bzw. Nachtruhe sinnvoll. (2)

Kontraindikationen einer Schwitzkur

Schwitzkur nicht bei VenenleidenAuch Hausmittel können zu Nebenwirkungen führen können. Daher ist ein gezieltes Fördern der Schweißproduktion nicht für jede Person geeignet.

Bei Venenproblemen sind heiße Bäder bzw. eine Schwitzkur in der Badewanne beispielsweise nicht geeignet.

Als Alternative kann das Schwitzen über Tee eingeleitet werden.

Um Risiken und Nebenwirkungen abzuklären, ist es empfehlenswert, vor der Schwitzkur einen Arzt oder Apotheker zu Rate zu ziehen. (2)


Quellenverzeichnis

  1. DWDS.de: Schwitzkur, https://www.dwds.de/wb/Schwitzkur, abgerufen am 06. August 2019
  2. Jameda.de: Schwitzkur – So gehen Sie gegen eine Erkältung vor, https://www.jameda.de/gesundheit/naturheilkunde/schwitzkur-so-gehen-sie-gegen-eine-erkaeltung-vor/,abgerufen am 06. August 2019

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