Schlammbad: Feuchte Anwendung aus Gesteinmasse

Schlammbad
Schlammbad aus Lehm

Ein Schlammbad ist eine feuchte Anwendung in der Therapie mit einer breiigen Gesteinsmasse. Die genutzten Schlämme sind auch als Peloide oder Heilschlamme bekannt. Das Schlammbad ist vor allem eine äußere Hautanwendung.

Für Schlammbäder kommen üblicherweise Peloide wie Moor, Lehm oder Fango zum Einsatz. Als Wärmeanwendung können die Eigenschaften der Heilschwämme etwa bei Hautstörungen oder Rheuma genutzt werden.

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Verwendung des Schlammbads

Hautbeschwerden
Hautbeschwerden an der Hand

Eine Schlammbehandlung kann für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. In der Therapie ist sie vor allem bei Hautstörungen oder als Wärmeanwendung bekannt. Heilschlämme kommen vor allem in der Balneologie vor.

Schlamm kann in verschiedenen Zuständen und Konsistenzen zur Behandlung genutzt werden. Bekannt sind vor allem warme Schlammbäder, welche die Durchblutung anregen und die Entspannung fördern können.

Kalte Schlammbäder sind hingegen bei Entzündungen möglich. Hier kommen meist jedoch Teilbäder zum Einsatz, während warme Bäder den gesamten Organismus anregen können.

Neben der Wärme, können in der Therapie auch noch die Eigenschaften der jeweiligen Heilschlämme zum Einsatz kommen. Dies ist etwa bei Entzündungsprozessen von Bedeutung.

Übliche Einsatzgebiete der Schlammbehandlung sind Hautbeschwerden wie Neurodermitis und Ekzeme sowie rheumatische Beschwerden und Gelenkstörungen.

Typische Zusammensetzung

Peloid
Peloid als Packung auf dem Rücken

Ein Schlammbad besteht üblicherweise aus natürlichen Peloiden. Die Zusammensetzung der Schlämme kann dabei variieren sowie um weitere Substanzen ergänzt werden.

Bekannt ist vor allem der Einsatz von Moor, Fango, Lehm oder Kreide. Diese Peloide sind wegen ihrer thermophysikalischen Eigenschaften in der Balneologie bekannt.

Die Bestandteile der Schlämme lassen sich im Allgemeinen in organische oder mineralische Substanzen unterscheiden. Die jeweilige Zusammensetzung kann sich wiederum auf die Behandlung auswirken.

Bei Bedarf kann ein Schlammbad zusätzlich um Substanzen wie ätherische Öle, Kräutergüsse oder ähnliches angereichert werden, um die Eigenschaften der Peloide zu verstärken.

Konsistenz und Qualität

Moor-Bad einer Frau
Eine Frau nimmt ein Moor-Bad

Schlammbäder können in unterschiedlicher Konsistenz für die Therapie genutzt werden. Häufig werden sie entsprechend mit Wasser verdünnt. Dies kann jedoch Einfluss auf die Qualität der Behandlung haben.

Bei einem Moorbad wird gereifter und erwärmter Badetorf aus einer Moorquelle genutzt. In der Therapie kommt meist dickbreiiger Torf aus speziellen Moorquellen vor. Weniger starke Konzentrationen sind auch mit anderen Schlämmen möglich.

Für den Privatgebrauch sind jedoch auch Moorbäder mit sehr geringem Torfanteil für das Badewasser bekannt. Die typischen Eigenschaften des Peloids können sich in verdünntem Zustand nicht gänzlich entfallten. Die Wärmespeicherung wird somit nicht in vollem Umfang erreicht.

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Als Alternative zum Schlammbad werden auch Schlammpackungen oder Stempelmassagen mit ähnlicher Qualität angeboten. Aufgrund der lokalen Behandlung können auch unverdünnte Konsistenzen genutzt werden.

MH

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