Hypertonie: Erkrankung des Gefäßsystems

HypertonieAls Hypertonie wird eine Erkrankung des Gefäßsystems bezeichnet. Bekannt ist auch das Synonym Bluthochdruck, welches sich vor allem auf den arteriellen Blutdruck bezieht. Hypertonie kann verschiedene Ursachen haben und bedarf einer Therapie.

Die allgemeine Bezeichnung Hypertonie kann auch für andere Körperbereiche mit erhöhtem Druck wie etwa Muskelspannung oder Hirndruck genutzt werden. Im Folgenden wird es jedoch ausschließlich um die arterielle Hypertonie gehen.

Eine Hypertonie kann lange Zeit unerkannt und symptomfrei bleiben. Die Erkrankung kann gleichzeitig zu Spätfolgen wie etwa Arteriosklerose oder Netzhautschäden führen. (1)

Beschreibung und Formen

HerzbeschwerdenDie Hypertonie ist eine meist chronische Erhöhung des Blutdrucks über einem festgelegten Normwert (120/80 mmHg). Dabei wird die Pumpleistung des Herzens mit einem diastolischen und einem systolischen Wert gemessen. Bekannt sind in der Therapie die primäre und sekundäre Form der Hypertonie.

Die Blutdruckwerte geben Aufschluss über den Schweregrad der Hypertonie. Unterschieden werden drei Grade mit steigender Belastungswahrscheinlichkeit für den Betroffenen.

  • Grad 1: 140 mmHg und mehr – 90 und mehr (diastolisch)
  • Grad II: 160 mmHg und mehr – 100 und mehr (diastolisch)
  • Grad III: 180 mmHg und mehr – 110 und mehr (diastolisch)

Als primäre Hypertonie wird ein Bluthochdruck ohne begleitende oder auslösende Erkrankungen bezeichnet. Die sekundäre Hypertonie lässt sich hingegen auf bestehende Störungen zurückführen oder in Verbindung bringen.

Ursachen der Hypertonie

NaturheilverfahrenEine arterielle Hypertonie kann verschiedene Ursachen haben. Oft sind sie jedoch unbekannt. Bei unbekannter Ursache kann ein Zusammenhang mit dem Lebensstil vermutet werden (1). Ansonsten können andere Erkrankungen oder auch Medikamente Bluthochdruck begünstigen.

Bei der primären Hypertonie sind die Ursachen in der Regel nicht bekannt. Die Naturheilkunde hält einen unausgewogenen Lebensstil mit zu salz- und tierreicher Ernährung für mögliche begünstigende Faktoren (1).

Bei der sekundären Hypertonie können Nierenerkrankungen oder Hormonstörungen mögliche Ursachen sein. Weiterhin können auch Medikamente wie die Anti-Babypille, Drogenkonsum oder Störungen des Zentralnervensystems für eine temporäre Blutdruckerhöhung verantwortlich sein. (1)

Symptome und Folgen der Hypertonie

KopfschmerzenEine Hypertonie kann mit verschiedensten Symptomen einhergehen oder über lange Zeit auch symptomfrei verlaufen. Spätfolgen beziehen sich dann häufig auf die Sehfähigkeit, die Nieren und das Herz-Kreislauf-System.

Merkbare Symptome können sein:

  • Übelkeit
  • Atemnot
  • Nasenbluten
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerz und Schwindel
  • Schwäche und Schlaflosigkeit

Die Folgen können gerade bei zu später Behandlung irreversibel bis lebensbedrohlich sein. Dazu gehören etwa Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Schlaganfall, Netzhautschäden oder Niereninsuffizienz. (1)

Therapie und Behandlung

SchröpfenDie Therapie und Behandlung kann mehrere Aspekte umfassen und lässt sich naturheilkundlich wie auch medizinisch (medikamentös) durchführen. Häufig gehört jedoch die Umstellung der Lebensgewohnheiten dazu.

Die Naturheilkunde empfiehlt etwa folgende Maßnahmen:

  • kein Alkohol
  • kein Rauchen
  • Bewegung steigern
  • Vollwertkost anstreben
  • Salzkonsum minimieren
  • abnehmen, wenn angebracht

Eine frühzeitige Behandlung ist zudem zentral, um mögliche Folgeschädigungen zu minimieren. So ist auch eine Therapie angebracht, wenn der Patient keine Symptome wahrnimmt.

Zudem sind Heilverfahren wie

möglich.


Quellenverzeichnis

  1. Bierbach, Elvira (2006): Naturheilpraxis heute, Urban & Fischer, München, S. 527ff.
MH

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